Die Region um den Sentiero Alpino

 Val Calanca – Stille Welt

Das Calancatal ist eines der italienisch-sprachigen Bündner Südtäler. Vom Taleingang bei Grono bis zu den hintersten bewohnten Weilern ist zwischen Felswänden und Wasserfällen ein Juwel von einem Bergtal zu entdecken, mit einem erstaunlichen Reichtum an Kunstschätzen und Zeugen einer interessanten kulturellen Vergangenheit. Abseits der Transitachsen A2 / A13 hat sich ein sanfter Tourismus erhalten können. Vergessen Sie die Bergschuhe nicht!

Rossa

Rossa ist das hinterste ganzjährig bewohnte Dorf des Calancatals und End­station der Postautolinie (Bellinzona) Grono – Rossa. Zur gleichen politischen Gemeinde gehören auch Augio und Santa. Sehenswert sind das schützenswerte Ortsbild und die Kirche. Zwei Hotels Albergo Valbella und Alpino.

Augio

Sehenswürdig sind der mächtige Wasserfall und die Kirche. Das Hotel La Cascata dient auch als Kulturzentrum des Tals.

 Santa Domenica

 Sta. Domenica besitzt eine der schönsten Barockkirchen des Kantons Graubünden.

Cauco - Bodio

Das Dorf befindet sich auf der linken Talseite auf einem Schuttkegel eines Bergsturzes, der das alte Dorf zerstört hat. Im malerischen Haufendorf sind Kirche, Beinhaus und die Kapelle in Lascial sehenswert.
Arbeitsgemeinschaft Calanca
Cappella S. Antonio da Padova

Selma

Das Dorf mit interessanten Holzbauten liegt am östlichen Talhang. Übernachtungsmöglichkeit, aber kein Laden. Reizvoll ist das Bilderbuchdörfchen Landarenca am Gegenhang.

Landarenca

Landarenca ist sicher eines der schönsten Dörfer des Calanca-Tales. Es liegt ca. 400m über Selma und ist nur durch eine Seilbahn oder zu Fuss erreichbar. Dank seiner Abgeschiedenheit blieb das Dorfbild mit dem geschlossenen Kern um die Pfarrkirche und den verschiedenen Wohnhäusern aus Holz erhalten. In den letzten Jahren wurden viele Häuser neu renoviert.

Arvigo

Das Dorf ist bekannt wegen seiner Gneis-Steinbrüche. Alte Bogenbrücke aus Stein. Laden und Restaurant. Talstation der Seilbahn führt nach Braggio.

Braggio

Das Bergdorf liegt auf einer Sonnenterasse hoch über Arvigo und besteht aus verschiedenen Fraktionen. In der Fraktion Stabbio, nahe der Seilbahn-Station (Arvigo-Braggio 24 Std. automatischer Betrieb) bietet ein Restaurant auch Übernachtungsmöglichkeiten im Touristenlager an. Ein Lebensmittelladen und zwei Kirchen sind hier ebenfalls zu finden. Besonders sehenswert ist die abseits der Häuser gelegene Kirche.

 

 

www.braggiotourismus.ch

Buseno

Die aus verschiedenen Fraktionen (Buseno, Giova, Molina) bestehende Gemeinde profitiert noch vom milden insubrischen Klima des Misox, was das Vorhandensein der vielen uralten Kastanienfruchtbäume erklärt. Der Namensgebende Teil der Gemeinde liegt rechtsseitig der Calancasca, auf einer herrlichen Terrasse über dem kleinen Stausee. Aus der Gemeinde Buseno stammen der Oberst und Politiker Antonio Molina (16./17. Jh), der innerhalb der Drei Bünde eine wichtige Rolle spielte, ebenso wie der vor allem in Polen tätige Stukateur Francesco Fumo.

Castaneda

Ebenfalls im äusseren Calancatal liegt Castaneda wie Sta. Maria auf der nach Süden gerichteten, wunderschönen Sonnenterasse und erfreut sich eines besonders milden Klimas. Darum wachsen hier nicht nur Palmen und Oleanderbüsche, sondern steht auch die auf die Initiative von Frau Adele Duttweiler hin errichtete integral-medizinische Klinik „Al Ronc“.
Zahlreiche archäologische Funde bezeugen Siedlungen aus der Steinzeit. Auch etruskische Einflüsse können nachgewiesen werden. Der 1859 in Castaneda geborene Maler Emilio Cerroti hat eindrücklich schöne Bilder seiner Heimat hinterlassen. In Castaneda befindet sich heute die Grundschule für das ganze Calancatal

Sta. Maria in Calanca

Die Gemeinde im äusseren Calancatal ist Ausgangs- oder Zielort des Sentiero Alpino Calanca und Mittelstation des Sentiero Storico von Grono nach Braggio. Der sonnige, ruhige alte Wallfahrts- und Kraftort liegt in dominierender Lage mit traumhafter Sicht ins untere Misox. Zusammen mit Castaneda wird es „Garten der Calanca“ genannt, wo im Mittelalter die Weinberge bis hinauf zu den Monti auf 1600 M.ü.M. gepflegt wurden.
Die bereits im Mittelalter erwähnte Mutterkirche des Calancatals zählt zu den Barockkirchen von nationaler Bedeutung, wobei vor allem die hölzerne Kassettendecke über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Der alte Wehrturm der Herren von Sax auf einem Felsen neben der Kirche war wegen seiner direkten Sichtverbindung mit den Türmen von Roveredo und Norantola strategisch sehr wichtig. Der englische Schriftsteller Samuel Butler (1835-1902) schrieb während eines Besuches hier: „Ich glaube, wenige Aufenthaltsorte wären besser als Santa Maria in Calanca.“